Willkommen zum INTERREG IV A-Projekt "Gew?sser-Zukunft" 2009 - 2013

Das INTERREG IV A-Projekt "Gew?sserzukunft" war ein grenzüberschreitendes Gemeinschaftsprojekt zweier Regionen von Dezember 2009 bis M?rz 2013 mit dem Ziel, den zu hohen Phosphoreintrag aus der landwirtschaftlich genutzten Fl?che in unsere Gew?sser zu verringern. Beteiligt waren eine Modellregion im Teileinzugsgebiet der Antiesen, einem Innzubringer im ober?sterreichischen Innviertel nahe Ort/ Bezirk Ried im Innkreis, und als bayerische Region das Einzugsgebiet am Waginger und Tachinger See/ Landkreis Traunstein im süd?stlichen Oberbayern. airmaxpascher

Hauptursache für den zu hohen Eintrag von Phosphor in die Antiesen ist der Eintrag von partikul?r gebundenem Phosphor, d.h. der Phosphor wird über Erosion und Abschwemmung von Bodenpartikeln eingetragen. Gegenma?nahmen sind eine m?glichst ganzj?hrige Begrünung von Ackerfl?chen und alle ackerbaulich verfügbaren Instrumente zur Verhinderung von Erosion und Abschwemmung. Das Projekt hat u.a. durch umfangreiche Bodenuntersuchungen austragsgef?hrdete Fl?chen im Modellgebiet ermittelt. Beregnungsversuche lieferten Erkenntnisse zu einem qualitativ hochwertigen Zwischenfruchtanbau und erosionsmindernden Anbauverfahren wie Mulchsaat. Diese Erkenntnisse wurden im Dialog mit den Landwirten direkt in die Praxis umgesetzt. Wichtiges ?Nebenprodukt“ war die Entwicklung des Erosionsberatungsinstruments ?BoBB“, das den landwirtschaftlichen Beratern die Berechnung des schlagbezogenen Erosionsrisikos erm?glicht.

Am Waginger und Tachinger See liegt die Hauptursache für die N?hrstoffanreicherung im zu hohen Eintrag von gel?stem Phosphor, der insbesondere über das weit verzweigte Drainagesystem erfolgt. Es gibt kein Patentrezept für eine Senkung der Eintr?ge, aber ein Bündel von Gegenma?nahmen, die in der einzelbetrieblichen Vor-Ort-Beratung von 150 landwirtschaftlichen Betrieben (von über 400 Betrieben im Einzugsgebiet) erl?utert und abgewogen wurden. Ein Beregnungsversuch zeigte den Nutzen bodennaher nicht fl?chiger Gülleausbringtechniken gegenüber breitfl?chiger Ausbringung von Gülle mit dem Prallteller auf. Ein Dauerfeldversuch auf zwei landwirtschaftlichen Fl?chen best?tigte frühere Erkenntnisse, dass bei der Düngung besondere Zurückhaltung bei staunassen Fl?chen zu üben ist, die wie z.B. beim Bodentyp Gley wegen ihrer natürlichen Eigenschaften ein hohes Austragspotential haben.

Die Erkenntnisse zur Erosionsminderung an der Antiesen sollen künftig in die Beratungspraxis in einer gr??eren Region integriert werden.
Die Verbesserung der Gew?sserqualit?t am Waginger und Tachinger See erfordert auch künftig gro?e Beratungsanstrengungen. Gew?sser?kologische Belange müssen verst?rkt in die gute fachliche Praxis und in die landwirtschaftliche Beratungspraxis integriert werden. Für eine Verringerung der N?hrstoffeintr?ge ist weitere politische und finanzielle Unterstützung wünschenswert, um einen Ausgleich für notwendige Extensivierungsma?nahmen zu schaffen und die Umstellung auf ?kologischen Landbau zu f?rdern. Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Fachbeh?rden und Gemeinden müssen weiterhin eng zusammenarbeiten.

Die beteiligten Projektpartner finden Sie im Menüpunkt ?Endbericht“ unter ?Projektpartnerverzeichnis“.
Diese Internetseite steht Ihnen nach Projektabschluss im M?rz 2013 noch bis Ende 2014 zur Verfügung. Für fachliche Rückfragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

 

ober?sterreichischen Abschlussveranstaltung in Ried am 14.03.2013

Projektteam auf der ober?sterreichischen Abschlussveranstaltung in Ried am 14.03.2013 (hier ohne WWA)

 
powered by Modern-Webdesign24